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Schulsozialarbeit

 

Schulsozialarbeiterin an unserem Schulstandort in Massen ist Ramona Kotte. In Sallgast steht uns montags und freitags Frau Szott zur Verfügung.

 

 

 

JAHRESRÜCKBLICK 2020

 

Das Jahr begann so wie immer. Und dann änderte sich alles.

Unser kleiner Rückblick zeigt, welche Projekte und Angebote auch unter den neuen Bedingungen stattfanden.

 

JanuarJahresauftaktfete der Voranschreiber

Im weihnachtlichen Ambiente entstanden kleine Gedichte, die den Grundstein für unser diesjähriges Weihnachtsbuch bildeten.

 

Auftaktfete

 

 

Februar – Exkursion „Gegen das Vergessen“ - Projektfahrt nach Ravensbrück

Organisiert von Jugendkoordinatoren und Schulsozialarbeitern der Sängerstadtregion fand eine Bildungsfahrt für 35 interessierte Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren statt.  Am Freitagnachmittag starteten wir in die Jugendherberge „Ernst Reuter“ nach Berlin. Wir sahen uns gemeinsam einen Film zur Vorbereitung auf den Gedenkstättenbesuch am Folgetag an, recherchierten anschließend in Kleingruppen zu unterschiedlichen Themen und bereiteten Fragen vor. Am Sonnabend ging es direkt zur Gedenkstätte nach Ravensbrück. Nach einer Stunde Selbsterkundung im Gelände – Zeit war viel zu kurz, wir hätten gern noch länger geschaut, gelesen, … -  kamen wir in zwei Seminarräumen zusammen, um über Gesehenes und Erlebtes zu berichten, uns auszutauschen und Antworten auf unsere Fragen zu erhalten. Ein Dankeschön geht an die beiden Gedenkstättenmitarbeiter. Alle waren sich einig darüber, dass es so etwas Schreckliches nie wieder geben darf.

 

Ravensbrück Ravensbrück Ravensbrück Ravensbrück

 

Beim Erarbeiten unserer Präsentation

 

 

 

März – statt Mediatoren-Weiterbildung in Dresden 2 Tage Weiterbildung im Freizeitzentrum in Finsterwalde

 

FZZ1 FZZ2 FZZ3

 

In der Corona – Lockdown - Zeit gestaltete unsere Praktikantin Susann unser Sturmbuch, Geschichten und Gedichte, entstanden im Ganztagsangebot der Voranschreiber.

 

Sturmbuch

 

 

Juni – statt Dankesfahrt Dankesimbiss und Verabschiedung auf der Wiese

Nach dem Dankeschön an alle Mediatoren für ihre geleistete Arbeit verabschieden wir die Mediatoren, die unsere Schule verlassen und lassen unsere Wünsche in den Himmel steigen.

 

„Genau in diesem Moment dürfen wir unsere Wünsche aufschreiben und sie mit unserem Herzen und dem Himmel teilen. Es kann befreiend sein. Doch es geht nicht darum, was wir aufschreiben, sondern es geht um die Chance, die wir bekommen haben. Denn ich weiß, dass diese Welt nicht fair und gerecht ist, trotzdem hat jeder eine Chance verdient seine Wünsche zu äußern. Auch wenn sie nicht alle erfüllt werden, bewirkt allein die Aussprache viel, ob innerlich oder mit Wörtern. Man konnte sie sich selbst noch einmal verinnerlichen. Und wer weiß, vielleicht geht der eine oder andere Wunsch doch in Erfüllung."

                                                                                                                      Marika

 

Danke Dank

 

 

Juli / August – statt Ferienwoche ohne Eltern Schreiben im Sallgaster Park

 

Sallgast Sallgast Sallgast

 

und Selbstbehauptungskurse an der Turnhalle

 

SB SB

          

 

Dann ging es in der ersten Ferienwoche weiter mit dem Kurs zur Selbstbehauptung. Antje Schober und Jan Schönberg hatten wieder Alltagssituationen parat und übten mit uns verschiedene Verhaltensweisen. Wie verteidige ich mich, wie reagiere ich auf Beschimpfungen und was kann ich gegen Mobbing tun. Fragen zu Situationen, die die Kinder im Alltag erleben, wurden von Antje und Jan aufgenommen und gleich ein zweiter Termin für einen weiteren Kurs in der letzten Ferienwoche vereinbart, an dem diese Situationen besprochen und Lösungswege ausprobiert bzw. trainiert wurden.

Ein riesengroßes Dankeschön an Antje und Jan für diese beiden äußerst interessanten Workshops!

Am Nachmittag des ersten Kurses ging es dann für die meisten zur ersten Yoga- Stunde ihres Lebens – mit Bravour angeleitet von unserer Praktikantin Susann. Außerdem trainierten wir noch unser Gedächtnis und entspannten uns. Rundum gelungen freuten sich die Teilnehmer schon auf den zweiten Termin zum Ende der Ferien.

 

… und unterwegs auf Pücklers Spuren

Am Mittwoch fuhren wir – 19 Kids mit Ramona und Ines nach Cottbus, um dort im Branitzer Park das Rätsel „Auf den Spuren von Fürst Pückler“ zu lösen. Ausgestattet mit Tablet und totaler Begeisterung gingen die beiden Teams ans Lösen der Aufgaben, um an das Vermächtnis von Fürst Pückler zu gelangen.

 

Pückler Pückler

 

Wir fanden es:

 

„Mein Vermächtnis:

Geehrter Fremder, geehrte Fremde,

ihr habt meine geliebte Truhe, welche ich aus fernen Reisen mitbrachte in eurer Obhut. Welch eine Glückseligkeit! Diese Truhe bewahrt mein Innerstes und meinen Antrieb. Meinen Park habe ich nun fast abgeschlossen – die Nachwelt wird ihn als mein Vermächtnis sehen – welch` eine Ehre. Doch mein wahres Vermächtnis möchte ich ihnen mitgeben:

Mein Leben lief nicht immer wie geplant, oft hatte ich zu kämpfen und mich plagten allerlei Probleme. Ich war doch stets verrückt nach Neuem, getrieben durch die Neugier. Sie brachte mich in ferne Länder und lehrte mich die Vielfalt dieser Welt. Verglichen dazu, waren meine Sorgen wahrhaft nicht der Rede wert und ließen sie vergessen. Grenzen muss man überwinden, stets neugierig und offen sein. Nie den Sinn für Spaß verlieren. So bleibst du immer jung und trägst die Kraft der ganzen Welt in deinem Herzen. Der Park ist das Sinnbild dieser Haltung, die ich stets bewahrte und deshalb dieses Meisterwerk erschaffen konnte.“

 

Das passt doch auch in die heutige Zeit!

 

Beeindruckt von diesem TEXT, bedankten wir uns bei unseren Guides und freuten uns nun noch auf unser Shopping im Blechen Carre`. Wir können und wollen die Aufgaben hier nicht verraten. Probiert es selbst aus! Uns hat es Spaß gemacht.

 

 

OktoberTheaterworkshop im Piccolo-Theater in Cottbus

Fechten und kreatives Schreiben mit dem Dramaturgen Daniel Ratthei

 

Piccolo

 

Es war eine neue Erfahrung und hat uns total Spaß gemacht.

Ein herzliches Dankeschön geht an Daniel.

 

Weiterbildung in Dresden

Dresden, Jugendgästehaus, 6. Etage: 10 Mediatoren vertiefen ihre Kenntnisse zum Umgang mit Gefühlen, lernen neue Gesprächstechniken kennen und wenden diese Dinge in Übungsmediationen an. So könnte man unser Programm beschreiben. Aber dazu kommt noch viel mehr: eine tolle Aussicht über die Stadt Dresden in unseren vielen Lüftungspausen, 2 – Bettzimmer mit Dusche und WC, ein Küchenteam, das uns mit 3-Gänge-Menüs verwöhnte, eine Fahrt mit dem IC von Dresden nach Kirchhain und die unvergleichliche Nachtwächterin Martha Köhler, gesprochen Marda Göhler, die uns finstere Ecken und Sehenswürdigkeiten von Dresden zeigt, uns schöne und schaurige Geschichten aus den vergangenen Jahrhunderten erzählt und uns den Regen vergessen lässt.

„Ich fand die Nachtwächtertour persönlich interessant, weil ich sehr viel über Dresden und Marda erfahren habe. Es hat sehr viel Spaß gemacht…Ich würde die Tour weiterempfehlen, weil es sowohl für Kinder als auch Erwachsene gut erklärt wird…Es war eine tolle Führung …gerne wiederholen… im Sommer mit Marda Göhler an der Elbe treffen…Die Führung war für mich sehr interessant, weil ich viel Neues über Dresden gelernt habe. Mir hat die Persönlichkeit von Marda Göhler auch sehr gefallen. Es war sehr schön.“

 

Vielen Dank an das Team des Jugendgästehauses, die mit Umsicht und viel Humor ihre Gäste umsorgen.

 

Dresden Dresden Dresden

 

 

Dezember – Sarah, selbst ehemalige Voranschreiberin gestaltete das kleine Weihnachtsbuch der Voranschreiber

 

Was ist für mich Weihnachten?

  • Weihnachten ist für mich ein Fest der Liebe und des Gebens, des Zimtgeruches  und der Weihnachtslieder, des Lebkuchens und einfach nur mit der Familie zu sein und einen schönen Abend zu verbringen, des Freuens über Geschenke und des Miteinanderlachens.

 

  • Weihnachten bedeutet für mich, zusammen mit der Familie zu sein, sich geborgen zu fühlen. Es bedeutet für mich sich auf etwas Neues einzustellen. Diese drei Wörter beschreiben, was Weihnachten für mich ist: Familie, Lebensbeginn, Geborgenheit.

 

  •  Es kommt die gesamte Familie zusammen und wir sind dann 15 Personen im Haus. Wir reden, was wir im vergangenen Jahr so erlebt und gemacht haben. Dann gibt es Weihnachtsessen, so wie jedes Jahr...

 

  • Weihnachten ist, wenn ich nach der Schule in der doch so schönen Kälte nach Hause laufe, die Tür öffne und es nach Plätzchen, die ich mit meiner Oma liebevoll gebacken und mit Streuseln verfeinert habe, riecht. Wenn ich weiß, wie schön warm und kuschelig es ist...

 

  • Weihnachten ist für mich nur der Zeitpunkt, in dem sich all das abspielt. Wenn der Dezember beginnt, fange ich an über das ganze Jahr nachzudenken, mir viele Momente nochmal auf Bildern oder Videos anzusehen, zu schätzen, was für tolle Menschen ich um mich herum habe. Welche Freunde ich gefunden habe und welche ich vielleicht verloren habe. Ich fange an zu schätzen, was ich alles habe - ob gut oder schlecht...

 

  • Für mich ist Weihnachten nicht nur ein Tag, an dem man sich auf die Geschenke freut, sondern ein besonderer Tag, an dem man mit seiner Familie zusammen Zeit verbringt und über vergangene Jahre nachdenkt, was man damals zu Weihnachten gemacht hat...  

 

  • Bei Weihnachten geht es nicht um die Geschenke, sondern um die Familie.

Auch mit Corona kann Weihnachten stattfinden. Man hat die Familie und das ist alles, was zählt.

Frohe Weihnachten euch allen.

 

Ausschnitte aus unserem Buch,

geschrieben von Lea-Sophie, Lisa, Lissi, Anastasia, Sarah, Lucas-Mario und Laura

 

Weihnachtsbuch

 

 

 

D A N K E

 

All diese Projekte und Angebote konnten nur stattfinden, weil wir finanziell unterstützt wurden.

Wir bedanken uns dafür bei:

  • Herrn Wolfgang Lilienweiß, Vermögensberater bei der DVAG
  • der Sparkassenstiftung Elbe- Elster
  • dem Förderprogramm „Demokratie leben“
  • dem Landkreis Elbe-Elster, Stabsstelle Strategie, Prävention, Netzwerke
  • dem Familienhilfe e. V. Finsterwalde
  • der Stadtverwaltung Doberlug-Kirchhain

 

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Eltern bedanken, die es ermöglichten, dass ihre Kinder diese Angebote wahrnehmen konnten.

Ich wünsche allen Schülern, ihren Familien und Lesern unseres Rückblicks einen guten Start ins Jahr 2021.

Bleibt / bleiben Sie gesund.

 

Ramona Kotte

Sozialarbeiterin an der Grund- und Oberschule Massen